| Martin Buber schreibt |
[Apr. 18th, 2007|08:08 pm] |
"Die Welt ist dem Menschen zwiefältig nach seiner zwiefältigen Haltung. Die Haltung des Menschen ist zwiefältig nach der Zwiefalt der Grundworte, die er sprechen kann. (...) Das eine Grundwort ist das Wortpaar Ich-Du. Das andre Grundwort ist das Wortpaar Ich-Es."
Später:
Grundworte werden mit dem Wesen gesprochen. Wenn Du gesprochen wird, ist das Ich des Wortpaars Ich-Du mitgesprochen. (...) Das Grundwort Ich-Du kann nur mit dem ganzen Wesen gesprochen werden. (...)
Wer Du spricht, hat kein Etwas, hat nichts. Aber er steht in der Beziehung. (...)
- Was erfährt man also vom Du? - Eben nichts. Denn man erfährt es nicht. - Was weiß man also vom Du? - Nur alles. Denn man weiß von ihm nichts Einzelnes mehr.
Das Du begegnet mir von Gnaden - durch Suchen wird es nicht gefunden. Aber daß ich zu ihm das Grundwort spreche, ist Tat meines Wesens, meine Wesenstat. Das Du begegnet mir. (...)
Das Grundwort Ich-Du kann nur mit dem ganzen Wesen gesprochen werden. Die Einsammlung und Verschmelzung zum ganzen Wesen kann nie durch mich, kann nie ohne mich geschehen. Ich werde am Du; Ich werdend spreche ich Du. Alles wirkliche Leben ist Begegnung. |
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| (no subject) |
[Mar. 3rd, 2007|07:54 pm] |
| [ | mood |
| | awake | ] |
| [ | music |
| | Gaelic Storm | ] | Ich bin nicht katholisch.
Es mag sein, daß ich mir (zu) oft Sünden auferlege, die lediglich Fehler sind, die ich einmal begangen, die gemacht zu haben mich aber nicht aufhalten sollten weiterhin ohne schlechtes Gewissen in den Tag hinein zu leben. Und ich schreie nach einem Erlöser; brauche jemanden, der mir zuhört und mir gut zu spricht, der einen kleinen Moment für mich und meine Fehler lebt. Ich bin nicht fehlerlos, aber meine größte "Sünde" ist, mir selbst nicht und niemals verzeihen zu können. So brach es zum Beispiel auch Mitte Jannuar wieder aus - dieses beklemmende Gefühl, sofort aus meiner (dreckigen) Haut fahren zu wollen.
Ich habe mich nicht danach benommen, habe mich reserviert und cool verhalten. Ich war reif und erwachsen, so sehr, daß es mir gar nicht aufgefallen war, wie innerlich ich immer mehr zusammen schrumpfte und rückwärts lief. Ich denke, ich war auch manchmal stolz auf mich und meine fortschreitende Entwicklung, daß ich gar nicht merkte, daß diese Schritt für Schritt nach hinten los ging.
Da war ich dann wieder ein kleines Mädchen, Angst habend in die Welt zu gehen. Winzig und hilflos fühlte ich mich. Und ich dachte zu viel nach. Daß etwas Schlimmes passieren könnte, oder ich im nächsten Moment wieder etwas falsch machen und zerstören könnte. Da möchte ich Zuflucht suchen, aus der Angst vor dem ungewißen Verlauf.
Ich bin nicht stolz auf mich und mein Leben.
Habe meine erste Liebe im Stich und fallen gelassen; für jemanden, der mir nach dem Ende der Beziehung die Erkenntnis gelassen hatte, daß ich hässlich sei und keine Empathie aufbringen könnte für ihn, ihn nicht glücklich machen kann; dann einen Freund, in den ich viel Hoffnung gesetzt habe, daß er mich aus diesem Strudel der Enttäuschung und des falschen Gefühls herauszerren könnte - in den meisten Bereichen war er zerstörter als ich es je sein könnte und ich würde ihn noch mehr verletzen, das einzige was die Beziehung für uns bereit halten konnte, und diese Chance habe ich wahr genommen -- was mir bleibt: die Schuldzuweisung, ich hätte ihn zu dem Häufchen Elend gemacht, das er heute ist, ich hätte diese Verwandlung zu verantworten (diese Worte gehen nicht an mir vorbei, ist ja schon das zweite Mal - beim ersten Mal befände ich mich auf der Charakterrolltreppe nach unten und hätte Nummer als nur einen Platz auf einer Liste zugewiesen, mit ihm gespielt); [Bilanz: drei Exfreunde, zwei haßen mich, einer will nichts mehr von mir wissen (wollte er schon in der Beziehung nicht).] ich sah die Heilung, die Unversehrtheit, die Stärke, das Gute - ich habe all das belogen, betrogen und seelisch verlaßen; mir wurde verziehen
Doch der Eigenvorwurf, dem Menschen, den ich am meisten liebe und brauche mehrmals verraten und übelst betrogen zu haben - ich tue mir oft schwer ihn oder mein Spiegelbild anzuschauen und glaube wohl noch immer insgeheim, er habe Besseres verdient.
"Aber er weicht ja nicht von meiner Seite", sagt sie voll Vertrauen und Zärtlichkeit.
Und mir bleiben immerhin noch meine Sünden und ich habe auch jemanden, der mich manchmal vermag zu erlösen, mich auf den rechten Weg schickt, mir selbst zu verzeihen (danke, mein Blutschlabbermäulchen *g*).
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| Manchmal denk ich mir: Warum willst Du nicht verstehen? |
[Feb. 27th, 2007|09:36 pm] |
Geöffnetes Fenster, bei melotronischen Klängen im Bademantel verharrend - zu unruhig um zu sitzen, und zu schlapp, um in Bewegung zu sein. Gibt es Morgen? Kann man irgendwo sicher sein? Ist man dort zu Hause, wo man sicher ist? Oder nur dort, wo es einen hinzieht und wo meist das höchste Risiko gegen einen steht? Alleine ist man nie. Aber einfach leer alle paar Gezeiten einmal. Es tut mir Leid. Wann nimmt mir endlich jemand die Bürde ab? |
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| (no subject) |
[Jan. 4th, 2007|11:07 pm] |
Es gab Zeiten, da strandete mein Blick in leeren Hinterhöfen, in belebten Plätzen ohne festen Punkt und Zeiten, in denen er nirgends strandete, sich viel mehr schon länger von seiner Insel abgesagt hatte und von brandfeurig wütenden Wellen hin- und hergerißen wurde, und nirgends so fest halten konnte, sich Rast suchen und Perspective verschaffen. Nun gibt es auch Zeiten, wo er ruhend auf einem Platze verbleibt, ohne Angst fortgetrieben oder weggerißen zu werden- in Deinen Augen. |
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| (no subject) |
[Dec. 16th, 2006|11:24 pm] |
I passed by a thousand signs Looking for my own name
I went with nothing But the thought youd be there too Looking for you |
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| X |
[Dec. 12th, 2006|09:32 pm] |
| [ | music |
| | Basil Poledouris - Hymn to Red October (main theme) | ] | In seinem Kopf schellte es ganz fürchterlich - ein schrilles und lautes Klirren, das ihn ein weiteres Mal glauben ließ, der alte hoffnungsbeladene Vater habe endlich etwas von ihm bemerkt und stehe nun vor ihm, um mit ihm zu reden, ihn mit zu nehmen. Aber das Klingeln kam von seiner Wohnungstür. Er war an der Wand neben der Tür lehnend eingeschlafen, an der Wand mit den vielen Bildern seiner Erinnerungen, in denen Kinder miteinander spielten, Frauen lachend Männer küssten und lieb gewonnene Verwandte und Freunde aus den Rahmen grinsten. Er riß sich los von ihnen, erhob sich steif und spähte durch den Türgucker. Ein Mann in gelber Uniform. Wohl eher ein pflichtbewußter Briefträger als ein Gott mit schlechtem Modegeschmack. Er zögerte kurz, überlegte alle möglichen Konsequenzen, wenn erst die Tür offen war, und drehte dann doch den Schlüssel und lugte vorsichtig durch einen engen Spalt hinaus. Der Briefträger, der sich schon zum Gehen gewendet hatte, drehte sich um, lächelte und grüßte freundlich. Dann griff er in seine Umhängetasche, zog einen blaßblauen Umschlag heraus und überreichte ihn dem erstaunten alten Mann. „Jaja, der ist wirklich für Sie, sehen Sie -", sagte der Beamte, dem der irritierte Blick des Mannes aufgefallen war, und wies auf den Umschlag zierenden Namen und die zugehörige Adresse. So lange war er jetzt jeden Abend an der Wand neben der Tür eingeschlafen, weil er hoffte, irgendjemand möge ihn besuchen kommen. Jetzt hielt er einen Brief in der Hand, der Postbote war schon lange wieder die Stufen hinunter gestiegen, der eindeutig ihm galt. Das Papier nicht aus den Augen laßend ging er zurück in die Wohnung, schloß die Tür hinter sich und legte den Brief vorsichtig auf den Tisch in der Küche. Er kochte sich eine Tasse Tee, setzte sich auf den durchgesessenen Lehnstuhl mit der abblätternden Farbe und starrte das blaßblaue Ungeheuer an, das vielleicht sein ruhiges Leben verändern könnte. Was könnte es wohl enthalten? Wer könnte es entsandt haben? Er hatte schon seit Jahren keine Post mehr bekommen, von Rechnungen und Werbung abgesehen. Er lebte alleine. Er hatte auch keine Verwandten, zumindest keine, mit denen er jemals Kontakt gepflegt hätte; seine Freunde hatten sich schon ewig lange nicht mehr gemeldet. Den letzten Menschen, für den er noch Bedeutung gehabt hatte, hatte er ausgesperrt und nie wieder eingelassen. Aber das war sechs Jahre her, konnte sie den Brief geschrieben haben? Zu welchem Zweck? Antworten würde er sowieso nicht, niemandem, und ihr schon gar nicht. Nein, sie hätte ihn ganz bestimmt nicht geschrieben. Mit seinen Schulkollegen hatte er über 40 Jahre nicht mehr gesprochen, es war auch nahezu ausgeschlossen, daß einer von ihnen seine Adresse hatte. Seine Arbeitskollegen hatte er seit seiner Pensionierung vor 4 Jahren hinter sich gelassen. Und seine Freunde? Die meisten hatte er mit ihr damals ausgesperrt, es waren ihre Freunde, die sich auch seiner angenommen hatten. Zwei blieben hartnäckiger und er konnte sie erst vor zwei Jahren abwimmeln und endgültig loswerden. Es gab keinen Grund, jetzt zu schreiben. Es machte einfach keinen Sinn. Er war der einsamste Mensch, er hatte sich zurück gezogen und eingeschlossen. Warum sollte ihn jetzt jemand erreichen wollen? Er hatte nichts, er konnte nichts, und er erwartete nichts. Er warf den Brief ungeöffnet in den Papierkorb, schnappte sich den Mantel, den sein Vater ihm zum 18. Geburtstag geschenkt hatte, zog den schwarzen Hut tief über die Stirn, schlüpfte in die dünnen Handschuhe, die ihm die Sicherheit gaben, nicht die Dinge und Menschen direkt berühren zu müssen, zog sich die Schuhe an, schnappte sich seine Geldbörse und verließ die Wohnung. |
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| Cethairshlicht Athgabálae |
[Nov. 7th, 2006|09:59 pm] |
Three cows heavy with milk / Asal drove them away from Mug son of Nuadu,/a seizure with carrying off, so that they spent the night / at the earthworks on the Boyne. |
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| (no subject) |
[Oct. 14th, 2006|09:38 pm] |
Ein Heimkommen ist nicht gleich einem Heimkommen. Hineingetreten in den Raum wird einem sofort klar, ob ein Herz noch darin wohnt, oder ob es nun woanders schlägt. Ob es be-wohnt geblieben ist. Und ob jemand nach der Abreise darin umhergewandert ist, ruhe- und rastlos und etwas gesucht hat, das ein Sie-ist-teilweise-dageblieben symbolisiert. Dieses hängt man dann in den meist begangensten Raum im Haus, in den wärmsten, der dadurch aber sofort etwas Kaltes, oder mehr Fernes aufnimmt. Mit jedem Blick wird dieses nun weiter in die Wand gedrückt und es erzwingt trotzdem ein Hinsetzen und ein, von jeder Sitzposition aus, würdiges Hinauf-ansehen. Der Schriftzug dieses' wird genau verfolgt und aus den Buchstaben heraus ergeben sich Bedeutungen, wie sie ein Lesen nie hervorbringen kann. "Weil's schön is" die Antwort, warum es dort hänge. Eigentlich ein trauriger, lebensverneinender Text, der nur allzugut zum Aufzeichner, wie zum An-die-Wand-Hänger passt. Ja, es wurde Zeit, daß es beim Rundgang durch das Verlorene aufgefallen ist, genau das, was schon seit geraumer Zeit Platz gefunden hat an meinen Wänden. Aber in der Not wird selbst das zur Tugend, was man als Not sich selbst zur Tugend nie machen wollte. |
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| Wer wünscht sich das nicht? |
[Oct. 2nd, 2006|10:18 pm] |
| [ | mood |
| | horny | ] |

Christian Vittorio Deluca Fallieri, wohnhaft in Sankt Petersburg, Zweitwohnsitze: Klowand und Beichtstuhl (und er ist kein Messdiener mit Magenproblemen *g*).
!Wir lieben Dich! |
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| (no subject) |
[Sep. 24th, 2006|06:13 pm] |
The world is turning Disney and there's nothing you can do You're trying to walk like giants but you're wearing Pluto's shoes
The world won't end in darkness, it'll end in family fun With Coca Cola clouds behind a Big Mac sun
(TBS) |
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| trrratatatatam |
[Sep. 12th, 2006|10:07 pm] |
| [ | mood |
| | full | ] | Wir brauchen keine Ratten im Geklirr. |
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| *chch* |
[Aug. 16th, 2006|04:54 pm] |
gibt deutliche anzeichen, dass winnie pooh ein drogenfilm ist: - dem esel ist alles egal...total langsam und unmotiviert --> kiffer - ferkel hat ständig angst, sieht gespenster und leidet unter verfolgungswahn --> pilze - rabbit will alles haben "alles meins, alles meins" dazu die riesen nase --> kokser - tigger springt nur herum, kann nicht stillstehen. hüpft durch die gegend ohne müde zu werden --> extasy -christopher robin kann mit tieren reden --> sinneserweiternde drogen - Winnie pooh is total daneben, steht auf süßes und seine fantasie reicht ins grenzenlose --> amphetamine/lsd alles zufall, oder steckt da mehr dahinter??? |
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| Kein Mehrheit für die Mitleid |
[Aug. 16th, 2006|04:21 pm] |
Die Wunder dieser Welt werden Dir geschenkt. Glück ist nicht käuflich, Sehnsucht bleibt unerreicht. Preisrätsel winken nimmersatt. Kein Mitleid für die Mehrheit. Nihilistic mystics Apostolic Alcoholics Messianic Manics In the age of super-boredom Hype and mediocrity Celebrate relentlessness Menace to society Refuse is our inspiration Terrorism our trade Sabotage and piracy Chaos our mental sate Mesmerizing festering Intended for the faint of heart Cultish and Anthemic Until death us do part Like a fiendish tropic virus Spitting bile at all you whore Razor-sharp tongue-in-cheek Poking in your open sores A wolf in sheep's clothing The ultimate disgrace Wrapped up as a gift of god Exploding in your face This is counter-culture from the underground Eternal revolution this is our sound KMFDM better than the best Megalomaniacal and harder than the rest Wenn der Untergrund bebt ist die Ordnung erschüttert. Der Verrat an der Seele macht Leben ungesund. Mit unschlagbaren Reimen werden wir uns vertreiben. Die Zeit der langen Weile, bis zum großen Bums... |
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| Ein Lugen in das Land der Farben |
[Aug. 11th, 2006|01:55 pm] |
| [ | music |
| | Dire Straits - Lady Writer | ] | Warum halte ich Bilder nur mehr in Ihren Grautönen fest? Sie entfalten ihre Farben in unseren Vorstellungen. So nun also auch dieses: ich möchte niemandem falsche Farbbecher mit auf den Ausmalweg geben. Bastelt euch eure Eindrücke.
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| My moon |
[Aug. 1st, 2006|09:05 pm] |
It was many years ago that I became what I am I was trapped in this life like an innocent lamb Now I can only show my face at noon And you'll only see me walking by the light of the moon The brim of my hat hides the eye of a beast I've the face of a sinner but the hands of a priest Oh you'll never see my shade or hear the sound of my feet While there's a moon over Bourbon Street |
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